Mittwoch, 1. Januar 2014

Weshalb ich überhaupt im Norden war...

So ein bisschen einen ernsteren Hintergrund hatte mein spontaner Besuch im Norden bei den Dogz.

Ein letztes Gruppenbild am Strand
 Im Sommer hatte Gelb aus irgendwelchen Gründen den Norbert innerhalb von 6 Wochen zweimal beinah lebensgefährlich verletzt, ich war beide Male nicht zu Hause und es ist mir ein Rätsel, um was es da wohl ging. Norb ist jetzt auch nicht gerade duckmäuserisch, aber Gelb hat definitiv übertrieben.
Ich musste ihn beide Male operieren und wieder zusammennähen lassen und trennte sie seitdem räumlich, wenn ich aus dem Haus bin.
Ein wenig später sollten die Hunde nur eben unten zusammen warten, während ich Handtücher von oben holte, weil sie nass waren. Ich war nichtmal die Treppe oben, als es unten grollte. Gelb hatte Norb in die Ecke gedrängt, er lag da schon falschrum und bepinkelte sich und sie stand drüber und grollte ihn ernsthaft an. Ich sprach sie von oben an und sie ließ ihn, aber mein Gefühl im Bauch wurde richtig schlecht.
So an sich finde ich schon, dass zusammenwohnende Hunde "das unter sich ausmachen sollten" zumindest bis zu einem gewissen Grad. Die haben mal Konflikte, die bratzen sich mal an, das kommt in den besten Familien vor, schließlich sind es Lebewesen und sie kommunizieren miteinander.
Ich kann Norb im Auto mit den Anderen transportieren, sie sind zusammen mit mir unterwegs, liegen mit im Bett, der Alltag mit mir zusammen ist völlig ok und stressfrei.
Daheim bleibt Norb eben mit Old-Kalli allein und Cebi und Gelb sind zusammen, was so an sich auch kein Problem ist. Ich passe auf und sorge vor. Ich weiß aber, dass ich mich mit der Zeit wieder sicher fühlen würde und schluderig werden würde. Und wenn es dann nochmal knallen würde, wäre ich untröstlich.
Gelb ist sehr triebstark, sie wiegt über 20kg mehr als Norb, weswegen es in meinen Augen mehr als leichtsinnig wäre, da nochmal was zu riskieren... auch wenn's wirklich schwer fällt.

Ich sprach mit guten Freunden über meine Sorgen, ich weinte, ich rechtfertigte, ich fühlte mich schlecht und als täte ich ihn im Stich lassen wollen. Ich fühlte mich aber auch verstanden, ein klein wenig auch nach Arsch-in-der-Hose... so ganz komisch zwiespältig.

Claudia bot dann an, ihn zu sich zu nehmen.
Er mag sie, er mag wo sie wohnt, er mag ihre Hunde. Ich mag das erstmal als unbegrenzten Urlaub für den Norb ansehen, das fühlt sich für mich nicht so endgültig an und wir alle fühlen uns gut damit.
Mein Kopf sagt irgendwo, ich müsse supertraurig sein. Immerhin war Norb sehr lange hier, wir haben viel miteinander gelernt, viel erlebt, er ist der absolut niedlichste und pflegeleichteste, hat den coolsten Namen und ist absolut loyal.
Mein Bauch allerdings ist tatsächlich erleichtert. Das klingt mal echt kacke. Aber:  Ich muss keine Sorge mehr haben. Gelb kann entspannt sein. Norb hat's sicher und richtig gut. Ich kann ihn besuchen, ich bekomme mehrmals in der Woche Updates, sehe Bilder von ihm und werde mich freuen, wie cool ich ihn in all der Zeit gemacht habe.

Ja, aber Gelb...?
Gelb ist nicht böse. Sie ist weder Killer, noch grundsätzlich unverträglich. Sie ist eine Diktatorin, sie korrigiert andere Hunde und wird dabei uU zu drastisch, sie weiß alles besser und wir arbeiten daran.

Ich bin ganz zuversichtlich, dass 2014 ein spannendes, neues, knackiges Jahr wird. Ich wünsche mir und Euch allen einfach mal ganz schweinisch alles Gute, viele richtige Entscheidungen, ein paar Erfolge und vor allem Lebensfreude, ein immer gutes Bauchgefühl und was immer Ihr Euch noch wünscht.

Claudia und ihre jetzt fünf Dogz haben auch einen Blog und bloggen auch viel und regelmäßig. Wer dem Norb von Zeit zu Zeit noch Hallo sagen möchte oder schlinzen mag, was er jetzt so tut, der schaut einfach mal bei den Dogz vorbei.




Kommentare:

  1. Das war sicherlich keine leichte Entscheidung. Aber so wie es sich liest war es eine vernünftige Entscheidung. Ich hoffe, Norb wird dort oben auch so richtig glücklich und Dir wünsche ich, dass Du ganz bald nicht mehr das Gefühl hast, ihn im Stich gelassen zu haben. Fühl Dich gedrück; Urlaub an der See gefällt ihm bestimmt.

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  2. Ich verstehe deine Entscheidung und dennoch macht sie mich unendlich traurig. Erst Nina, die jetzt auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke lebt und nun Norb, mein heimlicher Liebling, der in einem anderen Rudel lebt. *seufz*. Ohne N und N fehlt doch was. Irgendwie kann ich mir das gar nicht vorstellen...keine Fotos und Geschichten mehr mit der GANZEN Bande... Aber okay, wenn es so besser ist für Norb und Gelb, dann muss es so sein. Du wirst dein Rudel am Besten kennen und deshalb Hochachtung für diese wahrlich nicht leichte Entscheidung.
    Liebe Grüße
    Caro

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  3. Es bringt erst mal die Gefühle durcheinander. Deine und unsere auch. Aber es ist richtig. Alle werden sich gewöhnen. Und das wichtigste: Norb ist aus der Gefahrenzone raus.

    Gelb ist eine tolle Hündin, die man aber nicht unterschätzen oder falsch einschätzen sollte. Gut, dass du das nicht machst. Ich finde nicht, dass da irgendetwas Kacke klingt. Das klingt nur nach Verantwortungsbewusstsein. Und Verantwortung erfordert manchmal Entscheidungen, die auf den ersten Blick unverständlich sind oder dem einen oder anderen unangenehm aufstoßen. Das muss dich aber nicht daran hindern, zu tun was DU für richtig hältst. ;)

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  4. Ich habe absoluten Respekt vor deiner Entscheidung. Alleine schon, wie du es schaffst Vollzeit-Job und dein Rudel so unter einen Hut zu bringen, find ich faszinierend.
    Lass dir von niemandem was negatives einreden, Norb hat einen tollen Platz und das Wichtigste ist, dass er nicht verletzt wird.

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